The Tinitus beim Workshop der Kulturwerkstatt

 

Martin Engelien, Bassist, der Klaus Lage Band, kam nach Bergheim um junge Band in unterschiedlichen Bereichen zu unterstützen und hier und da mal ein paar Tipps zu geben.

 

Da wir unseren regulären Proberaum im JuZe(Jugendzentrum) Bergheim hatten und dieser sehr unaufgeräumt war, trafen wir uns bereits um 8:00 Uhr am frühen Morgen, obwohl der Workshop selber erst um 9:15 Uhr begann. Während wir dann im Aufräumwahn die Zeit vergaßen trudelten einer nach dem anderen die anderen Bands ein. Diese waren Last in Purity aus Straelenund die Bands Shagedelic, Slin und Green Pharmecy.

Nachdem alle ihr Equipment aufgebaut hatten, ging es dann weiter mit einem gemeinsamen Forum, in dem sich alle, also jeder einzelne, vorstellten und jeder seine Vorstellungen und Erwartungen an den Workshop stellte.

Dann ging es los: Jede Band verschwand zunächst im Proberaum und das provisorische Rumgeproll-Gedudel ging los. Wir stellten schnell fest, dass von jeder Band was dabei war. Es ging von Vertretern des Pop-Rock (Slin) über Vertreter des Nu Metal (Last in Purity) bis hin zu uns als Vertreter der Punk“musik“.

Während wir uns nun in unserem Proberaum die Gehirne aus den Köpfen spielten, kam Martin rein, der vehemend darauf bestand geduzt zu werden, und lud uns ein mit in den Raum der Nu Mateler zu kommen.

Der Schlagzeuger, so stellten wir schnell fest spielte ziemlich perfekt und auch die anderen aus dem Verein waren eigentlich richtig gut. Was gab es da zu Verbessern? Nicht Wenig. Es ging erstmal los mit dem Sound. Die Gitarren neutralisierten sich gegenseitig und so kam Maddin zu dem entschluss erstmal den Sound im Gesamten zu Verbessern. Der Laie hätte in diesem Fall gesagt: „Wie Pingelig kann man sein“, aber nachdem Engelien nun hier und da am Sound schraubte und schließlich zufrieden war, stellt man schnell fest, dass der Sound sich im Gesamten klarer und durchsichtiger anhörte.

Dann machten die Bands mit Martin noch etwas am Timing und an den Akzentuierungen. Beides Sachen, die wir bei unserer Musik bisher nicht beachtet hatten. Die Angst vom Besuch des „Bösen“ stieg.

Doch es ließ sich nicht lange aufhalten, nachdem Slin den verfrühten Besuch des Dozente ablehnte, kam Martin erstmal zu uns.

Wir begannen mit unserem Song New Generation, da wir diesen für am besten einstudiert hielten.

Nachdem wir nun einige Minuten dudelten, hielt er uns an.

Erstes Makel: Viel zu laut

Zweites Makel: TIMING

Wir hatten kein Timing.

Wir arbeiteten nun zwei Tage an unserem Problem. Das mit der Lautstärke haben wir nicht hingekriegt, aber das mit dem Timing auch nicht. Wir waren bei den Gedanken nur beim Auftritt, wenn der gut war, hat es sich schon gelohnt. Der Auftritt kam schneller als erwartet. Christian der Technik-Mann hatte bereits alles aufgebaut und dann erfuhren wir beim vorletzten gemeinsamen Forum, dass wir als erstes spielen. Alles zog an uns vorbei, der Soundcheck, das Publikum kam und plötzlich standen wir auf der Bühne. Erwartungsvoll vom Publikum beäugt fingen wir mit dem ersten Lied an und es klappte alles. Das Publikum war gut, unsere Performance war gut und die Fehler konnten auf ein Minimum reduziert werden. Wir hatten es also geschafft den Workshop und das Konzert zu überstehen. Es hat spaß gemacht und wir haben uns super mit den anderen Bands verstanden. Alles in allem ein gelungenes Wochenende.

 

Hicham El fezazi